Zahlen zur Inklusion im Beruf

Hier haben wir einige Zahlen zu Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sowie zur demografischen Entwicklung für Sie visualisiert. 

Corona-Effekt

Arbeitslosigkeit von Menschen mit Schwerbehinderung

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitslosigkeit erhöht. Das lässt sich bestimmen, indem die monatliche Entwicklung des Jahres 2019 als idealtypisch betrachtet wird. Damit war im Dezember 2020 fast jeder sechste Erwerbsfähige in Folge von Corona arbeitslos gemeldet. Dieselbe Methode, angewendet auf schwerbehinderte Menschen, führt zum Ergebnis, dass Corona für knapp 19.000 zusätzliche Arbeitslose verantwortlich ist (siehe Abbildung).

Somit war im Dezember rund jeder neunte Arbeitslose mit einer Schwerbehinderung auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Die Pandemie hat sich also weniger auf die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen ausgewirkt als auf die Arbeitslosigkeit nicht-schwerbehinderter Menschen. Das dürfte auch mit dem besonderen Kündigungsschutz von schwerbehinderten Beschäftigten zusammenhängen.

Corona-Effekt auf die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen
Zeitraum: Januar 2019 bis Dezember 2020

November 2019:153.000

März 2020: 158.000

fiktiver Wert für November 2020: 154.000

tatsächlicher Wert für November 2020: 172.000

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Alterspyramide

Demografische Entwicklung nicht unterschätzen

Sowohl die Zahl schwerbehinderter Menschen an auch ihr Anteil an der gleichaltrigen Bevölkerung steigt mit dem Alter. Mehr als die Hälfte der Ende 2019 in Deutschland lebenden 7,9 Millionen schwerbehinderten Menschen war 65 Jahre oder älter.

Rund zwei Fünftel (3,2 Millionen) waren im erwerbsfähigen Alter von 15 bis unter 65 Jahre und zwei Prozent waren jünger als 15 Jahre. Im Dezember 2019 waren etwa sechs Prozent der Erwerbsfähigen in Deutschland schwerbehindert – von den älteren Menschen im Alter von 55 bis unter 65 Jahren dagegen gut 13 Prozent.

Alterspyramide

31. Dezember 2019

Quelle: Statistisches Bundesamt

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